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Geschichte der Rosenau - Die Rosenau in Kepmten, Wohnungen in Kempten, Kempten Immobilien |
Geschichte der Rosenau / Kempten im Allgäu
1735 |
Burgstall und Schloss
Auf Höhe der heutigen Illerbrücke befand sich im 8. Jahrhundert eine Burg, die wohl von Angehörigen des Kemptener Stifts bewohnt wurde. 1604 wurde an dieser Stelle ein Schlösschen von dem Patrizier Daniel König errichtet. Der Keller dieses Schlösschens ist unter einem 1974 erbauten Wohnhaus bis heute erhalten.
Gartenvillen und Sommersitze
In vorindustrieller Zeit residierten hier die begüterten Bürgerfamilien Kemptens. Ihre repräsentativen Gartenhäuser erstreckten sich auf dem großzügigen Gelände rechts der Iller, wo sich früher auch einer der ehemaligen Stadtbrunnen Kemptens befand.
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1735 |
Der Rosengarten
Auf diesem Gelände befand sich auch ein Schlossgut, das ursprünglich dem Kemptener Apotheker Brigelius gehörte. Er züchtete für seine Medikamente und Essenzen Rosen in seinem beschaulichen Garten. Der Flurname Rosenau ist wohl darauf zurückzuführen.
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Das Neubronnersche Schlossgut
Unter dem Namen Neubronnersches Schlossgut wurde dieses Land später von der Baumwoll-Spinnerei und Weberei nebst einem Landwirtschaftsgebäude und einem kleinen Schlösschen erworben. Das Schlösschen diente bis etwa 1900 den Direktoren der Fabrik als Wohnsitz. Das andere Gebäude wurde zum Verwaltungsgebäude umgebaut und wird nun im Rahmen der aktuellen Sanierung renoviert.
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Spinnerei und Weberei entstehen
Die wirtschaftlichen Verhältnisse Mitte des 19. Jahrhunderts lenkten die Aufmerksamkeit mehrerer Kemptener Herren auf die schönen Wasserkräfte der Iller zur Errichtung einer mechanischen Baumwoll-Spinnerei und Weberei. Zu dieser Zeit gehörte der Grund und Boden an der Iller dem vielseitigen Fabrikanten Johann Carl Ebbecke, der dort ein Sägewerk, eine Papiermühle und eine Weberei betrieb. Man erwarb das Ebbecke'sche Anwesen und errichtete ein großes Fabrikgebäude. |
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1853 |
Die Hauptattraktion der Stadt
Das große Spinn- und Webereigebäude wurde 1853 fertiggestellt und gehörte mit seinen sieben Stockwerken zu den Hauptsehenswürdigkeiten Kemptens. Die neuzeitliche Fabrikanlage war über die Grenzen der Stadt hinaus immerhin so bemerkenswert, dass der König Max II von Bayern die Anlage besichtigte.
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1857 |
Erste Werksfeuerwehr Deutschlands
Erstaunlich! Bereits im Jahre 1857 entstand auf dem Fabrikgelände die erste Werksfeuerwehr Deutschlands. Überhaupt zeigte sich die Firmenleitung immer innovativ und offen für Neues. Die Web- und Spinnereimaschinen wurden stets auf den modernsten technischen Stand aufgerüstet.
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Technische Meisterleistung
Die Anfangsjahre der Spinnerei und Weberei wurden immer wieder durch Streitereien mit der gegenüberliegenden Weberei Sandholz getrübt. Dabei ging es um die Wasserkraft, die oft nicht für beide Firmen ausreichte. Im Jahre 1875 stellte die Spinnerei und Weberei auf eigenem Grund und Boden eine Wasserkraftanlage mit zwei Turbinen oberhalb des Wehres fertig. Die Kraftübertragung zum Maschinenraum des Hauptgebäudes erfolgte über eine etwa 182 m lange Welle, die auf 48 Böcken gelagert war und in der Mitte zum Temperaturausgleich geteilt war. Die Welle lief mit 150 Umdrehungen pro Minute und war im Haupthaus über ein Winkelgetriebe mit dem Königsstock verbunden. Das war eine Meisterleistung der damaligen Technik. Diese Anlage war bis 1903 in Kraft.
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1991 |
Das Ende der Fabrik
Nachdem die Spinnerei und Weberei fast alle Krisen des 20. Jahrhunderts positiv bewältigte, - seien es die inflationsgeprägten 20er Jahre oder die beiden Weltkriege - Anfang der 90er Jahre kam das Aus für die Fabrikanlage. 1991 wurde zuerst die Spinnerei, ein Jahr später auch die Weberei stillgelegt. Seitdem versank das Gelände im Dornröschenschlaf.
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2010 |
... jetzt wird ein Stadtteil wachgeküsst.
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